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2025-11-28 Probleme mit der Frequenzstabilität beim Yaesu FT-290R

 

Seit dem Kauf vor einigen Wochen habe ich schon Probleme mit der Frequenzstabilität.

Am Anfang habe ich das einfach korrigiert.

Aber im Betrieb lief die Frequenz immer wieder um einige Hundert Hz davon.

 

Als ich nach 2 Wochen Pause, das FR-209R einschalte und bei einem QSO mitmischen wollte, konnte ich die OMs nicht hören.

Hoppala... was ist da los?

Am Frequenzabstimmkopf gedreht... taucht das QSO 25 kHz über der eigentlichen QRG auf.

 

Den Frequenzzähler angeschlossen und tatsächlich ich messe eine Abweichung von ca. 20 kHz!

 

Was ist das denn nun?

 

Schaltplan studiert.

 

 

Mit dem Q3009 und dem Quarz X(30)02 + L(30)07 +++ wird die Oszillator-Frequenz erzeugt.

Nach ein paar Stunden Beobachtung ist mir aufgefallen, dass das temperaturabhängig zu sein scheint.

 

Angeliefert werden -6,8 V. Die Z-Diode D(30)07 macht daraus -4,7 V und diese -4,7 V haben einen starken Einfluss auf die Frequenz.

Denn die werden über einen Teiler an die Kapazitäts-Diode D(30)06 weiter gereicht.

 

Und was fällt uns da auf?

Da ist ein Elektrolytkondensator zur Glättung beteiligt, der C(30)48, 4,7 µF, 25 V.

Wenn der Elko Mist macht, dann stimmen die -4,7 V nicht mehr und die QRG läuft davon.

 

Ersatzschaltbild eines Kondensators

 

 

Elkos trocknen aus, dann geht vermutlich der Rp nach unten (niederohmig) und das C wird kleiner.

 

 

Natürlich ist der Oszillator von Schirmblechen umgeben, leider auch auf der Platinenunterseite.

Somit mußte ich erst das Schirmblech auf der Unterseite ablöten.

Der Elko war ganz "bescheiden" zum Auslöten, weil auf der Oberseite ein Schirmblech ist, das die Wärme abführt. Somit habe ich den großen 80 W Lötkolben gebraucht, um das +Beinchen ablöten zu können.

 

 

Nächste Überraschung!

Der Elko war so eng zwischen Schirmblech und L(30)07 hinein gezwängt, dass man zwingend einen mit max. 4 mm Durchmesser braucht, sonst bringt man ihn nicht hinein.

So einen kleinen Elko hatte ich natürlich nicht zu Hause.

Bestellen... das dauert zu lange.

 

Notlösung (wahrscheinlich endgültige Lösung): Ein 5 mm Elko mit langen umgeknickten Beinen.

 

 

Probebetrieb: Nach dem Abgleich von L(30)07 steht die Frequenz recht stabil.

 

 

Noch ein Test mit etwas gut warmer Luft auf den Oszillator:

 

Kalt (auf die Zeiten achten)

 

 

Gut warm

 

 

Abkühlphase

 

 

 

 

So toll stabil waren die FT-290R damals nicht.

In den Daten gibt es dazu keine Angaben!

 

Nun wieder alles zusammen löten und zusammen bauen.

Ohh je...

Den neuen "geknickten" Elko werde ich noch irgend wie festkleben... Heißkleber vielleicht.

 

Immer diese schlechten Elkos an den blödesten Stellen!!!!!!!!!!!!!!!