2026-01-13 Yaesu FT-290R - Bericht über meine Kurzmessung
Dieses Geräte ist ca. 45 Jahr alt. Der Zustand ist noch relativ gut.
https://www.rigpix.com/yaesu/ft290r.htm
Alle folgenden Messungen habe ich in Stellung USB vorgenommen, mit Ausnahme der Nebenaussendungen.
S/N: 2110330

1. Nebenaussendungen
2m-Band
Die 1. Oberwelle ist mit ca. 61 dB gedämpft.
Die Amateurfunk-Verordnung mit 60 dB wird erfüllt.

2. Sendeleistung
Gemessen im Akkubetrieb.
31 dB Dämpfungsglied
2m-Band: ca. 1,7 W
3. RX-Empfindlichkeit bei 145 MHz
Die Performance von DC0RB, Annäherung von unten
HF off, NF-Rauschpegel messen - HF on, HF-Pegel so lange erhöhen bis 10 db über dem Rauschpegel erreicht sind.
Ext. NF-Ausgang an einem 16 Ohm Widerstand ohne Lautsprecher.
Messeinstellung: SMDU -47 dBm, Dämpfung fest 50 dB am Ausgang, 145,5 MHz, unmod. SPM 11 40 Hz BW.
Zusätzlich schaltbares Dämpfungsglied 38 db.
Eingangspegel am FT 290R: -135 dBm = ca. 0,04 µV für 10 dB S/N.
Das geht an die Grenzen meiner Messmöglichkeiten, weil durch die Teleskop-Ant. des FT-290R, das Schirmungsmaß begrenzt ist.
Rauschen

Signal 10 db S/N

Am Oszilloskop kann man die 1000 Hz trotz überlagertem Rauschen gut erkennen.

4. Messung der Nebenwellenempfindlichkeit bei 145 MHz
Bei der Messung habe ich mich weitgehend an die Empfehlung von DK4RX und DL2CH gehalten.
Messanordnung
3 dB Koppler Radiall R432071200
SMDU: HF1 145,500 MHz, -47 dBm, unmod. mit D1 auf -107 dBm = 1 µV am RX eingestellt.
(D1 = 20 dB + 32 dB = 52 dB)
SMG: HF2 145,475 MHz, unmod. -> Pegel erhöhen bis die NF um 3 db einbricht
D2 = 0 dB, Pegel HF2 = -24,5 dBm
SPM 11: 40 Hz BW.

Nebenwellenempfindlichkeit bei -25 kHz Kanalabstand von ca. 79 dB.

Gleiche Messung mit einem Kanal oberhalb (-25 kHz).
Messanordnung
SMDU: -47 dBm, HF1 145,500 MHz, unmod, mit D1 auf -107 dBm = 1 µV am RX eingestellt.
(D1 = 20 dB + 32 dB)
SMG: HF2 145,475 MHz, unmod. -> Pegel erhöhen bis die NF um 3 db einbricht
D2 = 0 dB, Pegel HF2 = -23,9 dBm
SPM 11: 40 Hz BW.
Nebenwellenempfindlichkeit bei +25 kHz Kanalabstand von ca. 79 dB.

5. Weitab-Selektion 2m Band +/- 50 MHz
Weil es so schön ist und viele es immer nicht glauben können, dass auch ein 50 MHz "entfernter" starker Sender den RX "zunagelt", habe ich das mal untersucht!
In der Regel schweigen die AFu-Gerätehersteller darüber!
Das macht es für mich besonders interessant!!!
Eine Erläuterung von der Google-KI:
Die Weitab-Selektion beschreibt die Fähigkeit eines Funkempfängers, starke Störsignale, die auf Frequenzen weitab vom gewünschten Empfangskanal liegen, wirksam zu unterdrücken.
Bedeutung und Funktion
Technische Aspekte
Funkgeräte mit schlechter Weitab-Selektion können Probleme mit hohen HF-Eingangspegeln durch starke Störsender haben, was zu Übersteuerungen und schlechter Audioqualität führt. Hersteller verwenden oft spezielle Bandfilter oder Kristallbandfilter, um eine hohe Weitab-Selektion zu erreichen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Weitab-Selektion ein wichtiges Qualitätsmerkmal eines Funkgeräts ist, das sicherstellt, dass nur das gewünschte Signal empfangen wird und weit entfernte oder frequenzmäßig stark abweichende Störungen effektiv herausgefiltert werden.
Messaufbau wie unter 4.
Bei HF 2 = 95,5 MHz ergibt sich eine Weitab-Selektion von ca. 116 dB.
Bei HF 2 = 195,5 MHz ergibt sich eine Weitab-Selektion von ca. 112 dB.


Fazit:
Das Gerät ist zwar schon alt, aber trotzdem hat es recht gute Werte bei der Empfindlichkeit, Nebenwellenempfindlichkeit u. Weitab-Selektion.
Da kann es jederzeit mit den Handfunkgeräten auch China mithalten.
Die Frequenzstabilität bei sich ändernder Temperatur ist nicht besonders gut. Dazu findet man auch keine Angaben im Datenblatt.
In SSB kann die QRG auch nur im 100 Hz Raster eingestellt werden.
Die heutigen Akku-Kapazitäten sorgen für einen tagelangen Betrieb.
Ein Dank an OE8YML für die Verlinkung bei seinem Bericht zum FT-290R:
https://oeradio.at/mein-yaesu-ft-290r-2-5-watt-die-suechtig-machen/