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2026-02-01 SOTA-Aktivierung Brotjacklriegel u. QRM-Test

 

https://sotl.as/summits/DM/BM-012

 

Es war windstill an diesem Sonntag und die Temperatur war etwas unter 0, aber der Himmel war grau.

Und was macht man da?

Klar - man macht eine SOTA-Aktivierung!

 

Der Brotjackelriegel ist, auf Grund der geballten Sendetechnik mit viel Leistung, kein einfacher Standort für 2m FM/SSB.

Eine negative Erfahrung hatte ich schon an Ostern 2025 mit dem Handfunkgerät gesammelt.

Tja, das Hilfsmittel Bandpassfilter lag zu Hause. Da nützt es enorm viel.

Somit mußte ich ohne ein einziges QSO wieder abziehen.

Ich konnte praktisch nichts hören, denn der Empfänger war total zugestopft.

 

Dieses mal hatte ich das Filter eingepackt, aber ich wollte nicht FM, sondern SSB machen.

Wenn, wie auf dem Ebersberg, Störungen auf der QRG liegen, dann hilft auch das beste Filter nichts.

Außerdem habe ich das tinySA eingepackt, um die HF-Belastung etwas messen zu können.

 

So war ich gut gerüstet für eine "SOTA-QRM-Expedition".

Auch wenn ich keine QSOs zustande gebracht hätte, wäre es mir wenigstens möglich gewesen, das QRM zu messen und somit den Grund heraus zu finden.

 

Der Anstieg war etwas länger als gedacht, weil die Straße, wegen der Skilifte, gesperrt war.

Die Schneehöhe betrug ca. 30 cm, aber der größte Teil des Weges war geräumt.

 

 

 

Auf dem Gipfel angekommen habe ich mir einen passenden Standort gesucht.

Hinter dem Betriebsgebäude des Senders habe ich einen Platz gefunden.

 

 

 

Zu meinem Erstaunen - es gab kein QRM!!!

Ob das nun am TRX lag oder am Standort, kann ich nicht sagen.

Vorsichtshalber habe ich trotzdem das Filter dazwischen geschaltet.

 

Nur mit meiner eigenen Technik hatte ich bei den ersten QSOs Probleme.

Irgend wie hat sich die PA aufgehangen und ging nicht mehr in den RX-Modus.

Also habe ich die ersten QSOs mit dem blanken 2,5 W des FT-290R gemacht.

Dann habe ich das Koaxkabel zw. TRX und PA ausgewechselt und - ein Wunder - die PA hat funktioniert.

Zu Haus habe ich das Kabel überprüft und konnte aber keinen Fehler feststellen. Etwas mysteriös die Sache.

Gut, dass ich ein Ersatzkabel dabei hatte.

 

19 SSB QSOs auf 2 m in 1:45 h, davon 2 S2S.

 

Nach dem SOTA-Betrieb habe ich das tinySA an die HB9CV angeschlossen.

 

Das Spektrum von 50 MHz bis 900 MHz ohne Filter:

 

 

 

Das Spektrum von 50 MHz bis 900 MHz mit Filter:

 

 

Achtet auf die dBm-Skala rechts und auf den Marker.

Ohne Filter war die unterste Line -70 dBm.

Mit Filter ist die unterste Line -90 dBm.

 

Wie man sieht, haben die Störträger um mehr als 25 dB abgenommen!

 

Nun habe ich noch eine Messung mit Center 145 MHz, Span 200 MHz gemacht.

 

Das Spektrum von 145 MHz +/- 100 MHz mit Filter:

 

 

Links sind die FM-Rundfunksender und rechts die digitalen Sender DVBT usw. zu erkennen.

 

Mit Filter liegen sie auf einem Pegel von ca. -50 dBm =  0,707 mV!

 

Ohne Filter liegen sie bei ca. -21 dBm = 19,9 mV!!!!!!!!!!!

 

Ohoooo... das ist das 28-fache!

 

Merkt ihr den Unterschied???

 

Bei fast 20 mV Antennenspannung könnte ein RX bereits Probleme bekommen, wenn man ein schwaches Signal empfangen will.

Ich erinnere, in dem Zusammenhang, an meine Messungen der Weitab-Selektion +/- 50 MHz!

 

 

Am Ende noch ein paar fotografische winterliche Eindrücke.

 

 

 

 

 

 

Fazit:

Auch wenn es unter diesen Umständen eventuell ohne Filter gegangen wäre, ist es doch,

auf Grund der Messung, eine Demonstration, dass man auf solche Standorte nicht ohne Filter gehen sollte!

Und meine schlechte Erfahrung 2025 hat das auch schon gezeigt.

 

Dank an DK5RV fürs Spotten (bei 144,299)!

Last but not least, einen herzlichen Dank an alle OMs, die mit mir ein QSO geführt haben!

 

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